Deleting Google reviews: What really works (and what doesn't)
Es ist der Albtraum jedes Unternehmers: Eine 1-Sterne-Bewertung ohne Kommentar, oder schlimmer, eine offensichtliche Lüge. Der erste Impuls: "Das muss weg!". Doch Google macht es einem nicht leicht.
Mythos vs. Realität
Mythos: "Ich kann jede schlechte Bewertung löschen lassen, weil sie geschäftsschädigend ist."
Realität: Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Solange es eine echte Erfahrung und eine subjektive Meinung ist, bleibt sie stehen – auch wenn sie unfair wirkt oder überzogen ist. Ein Kunde darf sagen "Das Essen hat mir nicht geschmeckt", auch wenn Sie Sternekoch sind.
Wann Sie eine Löschung beantragen können (Erfolgschancen)
Google löscht Bewertungen nur bei klaren Verstößen gegen die Richtlinien. Hier sind die häufigsten Gründe, die funktionieren:
1. Spam & Fake Inhalte
Der Rezensent war nie Kunde oder es handelt sich um einen Bot. Das ist oft schwer zu beweisen, aber wenn ein Profil in kurzer Zeit 50 Bewertungen für verschiedene Firmen in verschiedenen Ländern abgibt, erkennt Google das oft als Spam.
2. Interessenkonflikte
Bewertungen durch:
- Ex-Mitarbeiter (Rachebewertungen)
- Konkurrenten (um das eigene Ranking zu pushen)
- Sie selbst (Eigenlob stinkt und ist verboten)
3. Hassrede & Belästigung
Beleidigungen, Rassismus, Sexismus oder Drohungen werden rigoros gelöscht. Auch persönliche Angriffe auf Mitarbeiter ("Die Kellnerin mit den roten Haaren ist...") sind oft ein Löschgrund.
4. Off-Topic
Kritik, die nichts mit der Dienstleistung zu tun hat (z.B. politische Ansichten des Inhabers, Kritik an Corona-Maßnahmen etc.).
Wie man eine Bewertung meldet (Schritt-für-Schritt)
- Suchen Sie Ihr Unternehmen auf Google Maps.
- Klicken Sie auf die Rezensionen.
- Klicken Sie auf die drei Punkte neben der Bewertung -> "Rezension melden".
- Wählen Sie den zutreffenden Verstoß aus (seien Sie ehrlich!).
- Warten Sie ab. Die Prüfung kann 3-14 Tage dauern.
Die "Anwalts-Keule": Lohnt sich das?
Es gibt viele Kanzleien und Agenturen, die mit "Wir löschen jede Bewertung" werben. Seien Sie vorsichtig!
Die Masche ist oft die gleiche: Es wird behauptet, der Rezensent sei nie Kunde gewesen ("Prüfpflicht des Plattformbetreibers"). Google muss dann den Rezensenten anschreiben und um einen Nachweis bitten. Antwortet dieser nicht fristgerecht, wird gelöscht.
Das Risiko: Das kann teuer werden und funktioniert nicht immer. Wenn der Kunde einen Beleg (Kassenbon, Terminbestätigung) hat, bleibt die Bewertung stehen – und Sie haben zusätzlich Anwaltskosten und einen wütenden Kunden, der jetzt erst recht schlecht über Sie spricht.
Die bessere Strategie: "Verdünnen"
Statt monatelang mit Anwälten zu kämpfen, nutzen Sie Ihre Energie lieber positiv: Sammeln Sie aktiv neue 5-Sterne-Bewertungen. Wenn auf eine 1-Sterne-Bewertung zehn 5-Sterne-Bewertungen folgen, rutscht die negative Kritik nach unten und verliert an Relevanz für den Durchschnitt.
Ein Profil mit 4.8 Sternen wirkt oft authentischer als eines mit glatten 5.0 Sternen (was oft "gekauft" wirkt).
Unser Tipp:
Antworten Sie souverän auf die schlechte Bewertung. Zeigen Sie potentiellen Neukunden: "Wir kümmern uns, auch wenn mal was schief läuft." Das wirkt oft vertrauenswürdiger als ein glattes 5.0 Profil.
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